3.3.2003
Spitzen-Badminton am 10. Thunersee-Cup
 
   
Welt-Nr. 15 Marleve Mainaky eine Klasse für sich
uat. Er war die Attraktion schlechthin am 10. Thunersee-Cup: der Indonesier Marleve Mainaky, aktuelle Nr. 15 der Weltrangliste spielte dabei in einer eigenen Liga. Souverän entschied er das Einzel für sich und gewann auch das Doppel mit Marco Fux. Eine rein russische Angelegenheit war der Frauenfinal. Maria Kasakova setzte sich gegen Anna Larchenko durch.

Der Organisator BC T.U.S. hatte allen Grund zur Freude ob dem für Schweizer Verhältnisse geradezu sensationellen Teilnehmerfeld. Fast ausnahmslos sind die NLA-Söldner aus Russland, Dänemark und Indonesien angetreten. Ein Wehmutstropfen war das Fernbleiben der Schweizer Meisterin Jeannine Cicognini, die sich krank meldete.

Marco Fux
BC Adliswil
Sabine Braun / Sandra Trachsel
BC T.U.S.
Marleve Mainaky
BC Adliswil
Kaspar Rufibach / Daniela Fahrni
BC T.U.S.

Zur Jubiläumsausgabe konnten die Veranstalter aber einen absoluten Knüller präsentieren: den Indonesier Marleve Mainaky. Der 31-Jährige spielt für den BC Adliswil und ist die aktuelle Welt-Nr. 15. Der Swissopen Halbfinalist eliminierte in der 1. Runde den Russen Aleksey Chumakov (Bulle) in zwei klaren Sätzen und spazierte hernach regelrecht bis ins Halbfinale. Sein Widersacher, Vereinskollege Marco Fux, begeisterte im Viertelfinal mit einem 15:10, 15:10 über Vyacheslav Vorobiev. Der U19 Schweizer Meister hielt denn auch gegen den Asiaten gut mit, wobei dieser das Geschehen jederzeit unter Kontrolle hatte. Fux gelangen einige spektakuläre Punkte mit hart geschlagenen und gut platzierten Smashes. Aber Mainaky liess letztlich nichts anbrennen und siegte 15:7, 15:10. Im zweiten Semifinal bezwang der für Basel spielende Indonesier Agung Ruhanda den Russen Pavel Uvarov (La Chaux-de-Fonds) nach einem harten Dreisatzmatch. Ruhanda begeisterte das Publikum mit tollen Sprungsmashes. Im Final zeigten diese aber bei Marleve Mainaky keine Wirkung. Merklich zog der Favorit gegenüber dem Halbfinal die Schrauben an und ging sehr konzentriert zu Werke. Mit getäuschten Drops, hohen, schnellen Angriffsclears hetzte er Ruhanda immer wieder von einer Ecke in die andere. Nur selten musste er für seine Punkte von einem Smash Gebrauch machen, wenn er diesen aber ansetzte, war er meist punktbringend. Mit 15:2, 15:3 deklassierte er seinen Landsmann förmlich. Gemeinsam mit Marco Fux gewann Mainaky auch das Männerdoppel gegen Uvarov/Vorobiev.

Vyacheslav Vorobiev /
Pavel Uvarov
BC La Chaux-de-Fonds
Maria Kasakova
BC La Chaux-de-Fonds
Turniertisch
Rolf Blaser, Juge
Christoph Schenk, Turnierleiter
Marleve Mainaky
Sieger Herreneinzel A

Zu einer rein russischen Angelegenheit wurde der Fraueneinzelfinal. Maria Kasakova (La Chaux-de-Fonds) verlor den 1. Satz gegen Anna Larchenko (Tafers) 9 :11 und konnte den Matchverlust im zweiten mit 13:12 knapp abwenden. Im Entscheidungssatz liess Kasakova ihrer Kontrahentin keine Chance und siegte 11:1. Larchenko durfte sich aber mit dem Gewinn des Frauendoppels an der Seite ihrer Schwester Oksana freuen.

Kaspar Rufibach und Daniela Fahrni vertraten Gastgeberclub BC T.U.S. im Elitefeld. Sie schieden im Mixed im Viertelfinal und in den Einzeln früher aus. Die Berner Paarung Sarah Schön und Marc Albrecht belegten Rang 3 im Mixed und Andrea Sommer, ebenfalls Team Bern, schaffte es im Frauendoppel mit der Bülacherin Andrea Vögtli gar auf Platz 2. In der Kategorie B verpassten die T.U.S-Spielerinnen Sabine Braun und Sandra Trachsel den Doppeltitel nur knapp. 10:13 verloren sie nach 10:7 Führung im 3. Satz. Den 3. Rang im Männerdoppel B belegten vom Heimclub Martin Brechbühl und Philipp Suter. Nicole Hänni erreichte im Einzel C und im Doppel C mit der Ostermudigerin Christina Schmid den 3. Platz und gewann im Mixed D mit dem Uzwiler Dominic Peter. Nadia Aeschlimann gewann das Dameneinzel D. Sie besiegte gleich im ersten Spiel die Turnier Nr. 1 und zeigte im Final beim 13:10, 11:7 starke Nerven. Ebenfalls ein 3. Rang gelang Ken Hawkes mit Fred Mettler im Männerdoppel D.

Die Aufstellarbeiten am Freitag
Das erste Feld ausrichten... ...die nächsten folgen. Netze montieren, putzen... ...et voilà um 22:30

Die detaillierten Ranglisten finden Sie in der Rubrik Thunerseecup links in der Menuführung. Alle Fotos: Urs Ammann